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Arthroskopie
Arthroskopische Operationen, gelegentlich auch als Schlüssellochoperation bezeichnet, können letztlich an allen Gelenken erfolgen. Die Operation wird ambulant oder stationär durchgeführt. Die Narkose erfolgt in Teil- oder Vollnarkose.
Das häufigst arthroskopierte Gelenk ist das Kniegelenk gefolgt von der Schulter, dem Ellenbogen, sowie dem Sprunggelenk. Das Verfahren konkurriert abhängig von der Erkrankung mit offen durchgeführten Operationen, die Indikation sollte im Einzelfall besprochen werden. In der Regel sind zumindest zwei Zugänge zu wählen. Hierbei wird zum einen die Kamera zum anderen ein Arbeitsgerät eingesetzt.
Endoprothetik
Die Endoprothetik ist ein Verfahren, bei dem
schadhafte Gelenke durch künstliche Gelenke
(Endoprothesen) ersetzt werden. Die Materialien für
solche Endoprothesen wurden in den letzten Jahren
immer besser und leistungsfähiger. Die Auswahl des
Materials wird immer auf die individuelle Situation
(z.B. Allergieneigung) des Patienten abgestimmt. Bei
"zementfreien" Prothesen kommen vor allem
Titan, Keramik sowie spezielle
Oberflächenverarbeitungen oder Spezialbeschichtungen
(Hydroxylapatit) zur Anwendung. Diese Materialien
verbessern die Integration der Prothese in den Knochen
deutlich. Bei den nur noch selten zur Anwendung
kommenden "zementverankerten" Prothesen
konnte der "Knochenzement" als
Befestigungsmöglichkeit in den letzten Jahren in
seiner Qualität stetig verbessert werden.
Eine weitere Qualitätssteigerung ist durch minimale
invasive Operationstechniken, verbesserte
Instrumentarien und den Einsatz von
Navigationssystemen erzielt worden.
Über eine individuelle Versorgung mit den
verschiedenen Prothesensystemen beraten wir Sie gerne.
Wirbelsäulentherapie
Die Behandlung der Wirbelsäule erfolgt entweder
konservativ oder operativ.
Sofern keine neurologischen Ausfallserscheinungen oder
kein chronifiziertes Schmerzgeschehen vorliegen, wird
zunächst konservativ behandelt. Dies geschieht
beispielsweise durch Krankengymnastik, manuelle und
physikalische Therapie sowie eine symptombezogene
Schmerzbehandlung. Eine erfolgreiche Schmerzbehandlung
ist dabei der Schlüssel, um den Kreislauf von Schmerz
und Immobilität zu unterbrechen. Hierzu gehören
Infusionen sowie lokale Injektionen, die teilweise
unter computertomographischer Kontrolle durchgeführt
werden. Die Schmerzambulanz des Eduardus-Krankenhauses
ist für diese Schmerztherapien bestens qualifiziert.
Operative Maßnahmen an der Wirbelsäule werden
vorgenommen, wenn die konservativen Methoden keine
Wirkung zeigen. Ausnahmen sind frisch aufgetretene
Lähmungen oder Störungen von Blase und Mastdarm.
Zu den operativen Behandlungsmethoden zählen
Eingriffe an der Bandscheibe, Versteifungsoperationen
bei Instabilitäten und Erweiterungsoperationen des
Wirbelkanals bei knöchernen Einengungen. Mit dem
Knochenzementverfahren (bei Osteoporose) steht eine
Therapie zur Verfügung, mit der eine Linderung der
Schmerzen und eine schnellere Mobilisation erreicht
werden kann.
Die Methoden zur Behandlung der Wirbelsäule
verbessern sich von Jahr zu Jahr. Im Vordergrund steht
dabei das fachübergreifende Vorgehen in Diagnostik
und Therapie, um gemeinsam die Behandlungserfolge zu
erreichen.
Minimalinvasive Techniken
Hierunter versteht man Operationen, die eine vermehrte Schonung des Gewebes versprechen. Erreicht wird dies dank geeigneter kleinerer Zugänge (Hautschnitte) mit entsprechenden, kleineren Instrumenten. Neben dem besseren kosmetischen Ergebnis kann hierdurch der Schmerz nach der Operation verringert und häufig eine schnellere Mobilität erreicht werden.
Diese minimalinvasiven Techniken haben in unserer Abteilung einen festen Platz. Beachtet werden muss jedoch, dass dieses Verfahren nicht für jeden Patienten geeignet ist. Parallel wurden alternative Verfahren der postoperativen Schmerzbehandlung verbessert.
Navigation
Die Navigation beinhaltet die röntgenstrahlfreie, computerassistierte Orientierungshilfe bei einer Operation. Diese kommt bei komplizierten Winkelverhältnissen oder Voroperationen zum Einsatz. Die Navigation bietet dem erfahrenen Operateur eine weitere Kontrollinstanz für ein optimales Operationsergebnis.
Das Verfahren darf nicht mit einer Robotergestützten Operation (Robodoc) verwechselt werden. Hier kam es andernorts in der Vergangenheit zu Problemen. Dieses Verfahren kommt im Eduardus-Krankenhaus nicht zur Anwendung.
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